Turnende Vereine Ettenhausen

 

«Ein Tag in den Wäldern von Baden»

Jugireise 2018

Der Samstag, 21. April 2018 glich einem Sommertag. Schon gewöhnt von den vorherigen schönen Tagen, trafen alle mit Sonnenschutz und kurzen Hosen morgens kurz nach acht Uhr am Bahnhof Aadorf ein. Die kleine und grosse Jugi ging gemeinsam auf Reisen.

Die Zugreise brachte uns in die aargauische Stadt Baden. Die 25 Kinder und 5 Leiterinnen genossen die Strecke. Im Gegensatz zur Heimreise war es noch eine ruhige und teilweise müde Stimmung im Zug.

Eine strahlende Sonne und ein einladender Markt mit Frischprodukten begrüsste uns beim Durchqueren der Altstadt. Die Kinder waren fasziniert von Strassenmalkünstlern, Marktständen und dem Milchstand, der alle mit Milchshake, Shakebecher und Ballonen beschenkte. So konnte es frisch gestärkt weiter gehen in Richtung Wald. Ein kurzer Umweg brachte uns zum Startpunkt unseres Waldrundganges. In gemütlichem Schritt ging es den Wegweisern nach und auf den Waldpfaden war es angenehm kühl. Nach etwa eineinhalb Stunden kamen wir am Rastplatz an. Die Grillstelle lag in einer Waldlichtung und war mit vielen Sitzgelegenheiten ideal für unsere grosse Gruppe. Während die Leiterinnen Holz suchten und Feuer machten, war von den meisten Kindern nichts zu sehen und zu hören. Sie verstoben in die verschiedensten Richtungen und vergnügten sich im Wald.

Dann aber ging es los mit Würste braten. Auf dem Rost oder am Stecken waren die Würste im Nu heiss. Alles Mögliche dazu wurde aus den Rucksäcken gepackt und zum Mittagessen verdrückt. Denn viel Zeit zum Essen hatten die Kinder nicht, der Spieldrang war grösser als der Hunger.

Ein Weilchen später wurden die Kinder zusammengetrommelt: Alles einpacken, fötzle und weiter ging die Wanderung.

Der Wegweiser zum «Tüüfelschäller» hatte sich mit uns ein Spässchen erlaubt und wir liefen erst in die falsche Richtung. Aber ein netter Biker brachte uns dann wieder auf den richtigen Pfad zurück. Die einen Kinderbeine waren schon ein wenig müde vom Laufen und erste Blasen drückten im Schuh. Aber alle kamen in diesem Waldstück an, das «Tüüfelschäller» genannt wird. Ein hügeliges Waldstück zum Klettern, verschiedene umgefallene Baumstämme zum Hinüberbalancieren und Bänkli zum Verweilen. Alleine, zu zweit oder in Gruppen wurde dieser Wald erforscht. Der Teufel aber fand niemand, zum Glück.

Eine halbe Stunde brauchten wir nochmals um zum Startpunkt zurück zu kehren. Wir informierten die Kinder, dass uns die Zeit fehle um noch das geplante Kindermuseum zu besuchen. Das Spielen im Wald war sehr wertvoll und unseres Erachtens wichtiger, als noch einen Kurzbesuch im Museum einzubauen.

Eine kleine Belohnung erwartete dann aber noch alle zurück beim Bahnhof: ein Glacé und ein begehbarer Brunnen zum Abkühlen der Füsse.

Kurze Zeit später sassen wir im Zug zurück Richtung heim. Die Eltern erwarteten uns alle am Bahnhof und nahmen die erschöpften Kinder entgegen. Ein anstrengender aber erlebnisreicher Tag ging zu Ende.